Butch – XTC (PURE061)

Zurück in die 90er geht es diesmal mit Butch. XTC, das war damals eines der Themen, welches ganz gerne in Songs behandelt wurde. Nicht dass die Sache durch wäre. MDMA ist scheinbar immer noch ein Thema auf Seiten der Produzenten und auch die Analogie zur Ekstase ist ein Spielball der Musikschaffenden gewesen. Ekstase scheint dann auch die Richtung zu sein, in die Butch seine Hörer drücken möchte. Ja drücken, denn der Song macht Druck. Schnell poltert er los und die Bassline schiebt alles nach Vorne, was sich ihr in den Weg stellt. Ein paar Vocals trällern irgendwas von Ecstasy, was eh keiner verstehen muss, da in dem Augenblick eh meistens der Nebel um einen rauscht und die Mittanzenden schreiend die Arme in die Luft reissen. Das Ding ist Ibiza und Co. Nun war Butch schon in der Vergangenheit kein Kostverächter, was potente Großhallenbrecher angeht. Er kennt sein Handwerk und auch diesmal gönnt er einem keine Pause. XTC, ist Techno pur. Da passt dann auch das Label auf dem veröffentlicht wird: Die Hollandbude 100% Pure.

Auf der B-Seite wurde dann auch gleich Kollaborationsliebling Riva Starr dazu geholt und der Mann hat gleich mal das Thema Ekstase weiter gedreht. Da flattern einem die Vocalschnipsel von links nach rechts im Stereosound das man denkt, man wird verfolgt.  Hier wird dann aber, darauf hat Butch knallhart verzichtet, wieder mal das gute alte White Noise ausgepackt. Damit sollte nun langsam aber sich mal schluss sein.  Im Grund ist bei Starr alles ein wenig mehr cheesy aber bei Weitem nicht weniger Druckvoll sondern sogar leicht trippig. Man kennt sich halt, von wo auch immer.

[rating: 7/10]

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Die Botschafterin der Republik Kazantip

“KaZantip ist das größte Festival für Elektronische Tanzmusik in der Ukraine. Es findet jedes Jahr zwischen Mitte Juli und Mitte August an einem Strand auf der Krim statt. Dort spielen über 300 DJs auf insgesamt 12 Dancefloors rund um die Uhr. Die Besucher des Festivals kommen aus dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion, aus der gesamten EU und auch aus Übersee.”

Die DJane im Video ist DJ Beauty. Sie gilt als die offizielle Botschafterin der Republik Kazantip. Formal gekleidet gibt sie sich die größte Mühe dem diplomatischen Protokoll zu Folgen und die Interessen der Republik zu vertreten. Oder wie es User Turbotapir bei Youtube kommentiert: Amphetamin-Soldier

Das Festival war mal sowas wie ein Geheimtipp. Schwer hin zu kommen, wenig bekannt (jedenfalls im deutschsprachigen Raum) und irgendwie noch pur. Nach dieser Reportage schien es jedoch, dass jetzt auch der Ruhrpott einfällt und man gleich zu Hause bleiben kann. Ukrainian Mallorca sozusagen. Wir waren leider noch nicht da, deswegen sind die Aussagen von uns, aus der Ferne, natürlich unter Vorbehalt. Seinen Reiz hat Kazantip wohl aber immer noch.

offizielle Kazantip Website (russisch)

deutsche Kazantip Website

Unispiegel mit einer langen Reportage

via Clubvirus

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Radio Slave – Roof Top (REKD 007D)

Radio Slave bringt seichtere Töne Was hat Matt Edwards alias Radio Slave nicht schon alles an großartigen Hits produziert. Darüber hinaus als Remixer für die unterschiedlichsten Künstler agiert und ist dann auch noch mehrmals zum Produzent des Jahres gewählt worden. Grund genug, Neuveröffentlichungen von Radio Slave auch wirklich mal anzuhören.

Roof Top kommt spärlich daher. Momentan nur als Digitalrelease und ohne Beigaben in Form von Tools oder remixes, das kann aber, wie die Erfahrung zeigt, noch werden. Die Vinyl wird irgendwann im Oktober erwartet. Verrückte Welt. Der Song ist wirklich Roof Top Musik. Für die Clubdächer dieser Welt, welche bekanntermaßen nur im Sommer bespielt werden können. Da der Sound des Sommers nunmal House ist, lies es sich Radio Slave auch nicht nehmen, diesem Genre seinen Stempel aufzudrücken. Die Bassline kommt, wie man es eigentlich gewohnt ist, hart und mächtig stampfend daher, fast wähnt man sich als falle gerade ein Stück rohes Fleisch auf einen ein, wie man bei Matt Edwards RJ den Eindruck gewinnen konnte. Als dann aber die Synthies einsetzen, wähnt man sich auf der sicheren Seite. Roof Top möchte keinen Geschwindigkeitsrekord aufstellen aber auch nicht einschlafen. Etwas dazwischen, was irgendwie pendelt zwischen fußwippend Sitzen und locker schwoofend. Sehr genehm. Stillistisch beschränkt sich Radio Slave aufs Wesentliche. Als einzige weitere Spur lässt er nur noch ein nicht näher definiertes Trötinstrument zu welches einem sein Thema um die Ohren säuselt. Wir lassen die Handtasche zu Hause und packen die Sonnencreme fürs Dach ein.

[rating: 7/10]

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