Throwing Snow – Pathfinder EP

Ist das nun verspielter Dubstep, Pop mit einem vernünftigen Bass oder gar “Dreampop” oder wie das neumodische Zeug mit Vocals und Bassline heißt? Uns relativ egal, kann man aber schön verspult auf einer Afterhour, oder zuhause auf der Bang&Olufsen durchaus mal lauter drehen. Klingt ein bißchen nach Kunst und zumindest bei “The Tempest” ein bißchen nach Björk, die Air singt und dabei den Synthi kaputtgespielt hat. Titelgeber “Pathfinder” hat dann doch schon wieder mehr Techno und trotzdem lässt sich die 4-Track EP schön homogen an. Erschienen vor einem Monat bei Houndstooth. Kann man machen.

Continue Reading

Dorsia – Ghana

LOFT ist nach ihrer Selbstbeschreibung ein Label, welches sich um kardiovaskuläre Aktivitäten kümmert. Wir wussten gar nicht, dass es bis dato einen Bedarf dafür gibt. Scheinbar rollen die das Feld internistisch auf und mit Dorsia, ihrem Chefkardiologen und seinem Team um HNNY, Jay Shephard und Roberto Rodriguez, scheinen da genau zu wissen was sie machen. Wenn sie also Herzen hüpfen lassen wollen (gott, was für eine furchtbare Floskel) dann gelingt es hier. Ganz ohne ASS oder sonstige Blutverdünner. Eine sonnige Scheibe liefert das Loft ab und wir überlegen, was das noch mit Ghana zu tun hat.

Continue Reading

Akkord – Folded Edge

Wer Synkro von seinen eher poppigen Remixen von unter anderem Robot Koch und Daughter kennt – also veritablen Basssümpfen und schmuhwen Melodien nicht ganz abgeneigt ist, allerdings auch gern mal einen im Club stehen lässt und daher ebenso Verwendung für etwas groovig-abgehacktes mit Technodisziplin hat, dürfte von Synkros Kooperation mit seinem Kiezkumpel Indigo entsprechend angetan sein. Irgendwo zwischen Drum’n’Bass, Dubstep und einer ordentlichen Schlagseite Techno oszillieren die Jungs aus Manchester mit feuchten Reverbs und knusprigen Snares, dass uns das Marmeladenbrot beim Verfassen dieser Zeilen fast aufs HilfigerShirt rutscht. Grafikdesigner Oliver Jennings macht dann noch ein Video mit Natriumazetat dazu. Läuft.

Kunden, die dies mochten, haben übrigens auch

Akkord – Folded Edge from Oliver Jennings on Vimeo.

Continue Reading

Jessy Lanza – Keep Moving

So langsam kommt auch die SynthiePopRemakeMaschinerie mit 80er Anleihen auf die korrekte Umdrehungszahl und weckt Hoffnung, dass man demnächst im Club die 24 nicht nur im Sidestep vollmachen muss. So richtig tanzen. Mit Moves. Am Ende fassen sich die Leute auch wieder an. Die Vorstellung weckt eine ängstliche Euphorie in uns und wir üben schon mal mit der neuesten PopIkone von HyperDub (sprich: Heiperdapp). Ihr könnt das auch – 27.11. im Berghain – puhtt onn johr dennsing schuhs.

Continue Reading

Hugo Slime – More Elevated Thing (Video Edit)

Wir alle suchen dieses Ding, nicht wahr. Nicht der übliche Scheiß. Nicht die herkömmliche Party, nicht das herkömmliche Leben und schon gar nicht die herkömmliche Mucke. Das dürfen die anderen machen, nicht wahr. Aber wir doch nicht. Wo denken sie hin.
Einfach mal ein bißchen mehr das befahrstuhlte Ding nach ganz oben. Das wärs.
Naja, schauen wir mal. Noch ist der Sommer nicht vorbei. Irgendwo hier muss das ja stecken.

Continue Reading

Dürerstuben – Freiherr in der Wall

Ja,ja, die Achtziger. Präpubertär hat sich da eine Menge Epicness eingeprägt und so langsam erreichen wir den Punkt, an dem es alles lange genug her ist, um es zu verklären, zu glorifizieren. Dürerstuben taten es just und wir stimmen mit ein. Freitag. Losgehen. Just a man and his will to survive. Macht doch was ihr wollt, wir stalken jetzt prey in the night.

Continue Reading

DJ Rashad – I don’t Give A Fuck

Soll ja keiner denken, wir wären nicht total harte Typen, hier bei TDDK. Sind wir nämlich. Total. Echt.
Und wie es sich für ebensolche gehört, pumpen wir harte Beats aus unserer Altbauwohnung im Kiez. Is klar.
Dj Rashad macht Storytelling in bester Ghettobeatsmanierlichkeit. All eyez on him, sagen wir mal so.
Und geben keinen Geschlechtsverkehr.
Demnächst auf Hyperdub.
Immer dran denken – we all go down, unless we stay together.

Continue Reading

Gui Boratto – Too Late

Gui Boratto liefert wieder. Die Too Late EP macht die Entscheidung für einen favourite Track schwer. Der gleichnamige Track “Too Late” schmückt sich wie ein Wolf mit Glitzer im seichten Housegesäusel und bringt dann eine sauber produzierte Bassline, dass unsere Kaffeetasse wackelt. Hier wird Open Air Material geliefert.
Heimliches Liebling ist aber “We can Go”. Unruhige Hihats und ein Synthie auf Acid sorgen geben uns das gefühl, dass es völlig ok ist auch mal einen Gui Boratto anzuschmeissen. Der Typ ist einfach vielseitig.

Continue Reading

GRAZE – TheSust / Graze EP (NK 42)

Kanada mal Techno machen. Der musste sein. Die Graze EP vom gleichnamigen Musikantenduo könnte sich unserer Meinung zufolge größerer Bekanntheit erfreuen und daher schreiben wir jetzt was darüber. Damit das dann so kommt.
Deep, trippy, mal flächig, mal gerade, mal rolling beats vom Feinsten – fast jeder Song irgendwie anders als herkömmliche Elektronikmusikprodukte kommt diese geile Scheibe angeperlt und wir feiern das selbstredend hart ab.
“TheSust” entwickelt sich vom auffällig unauffälligen Ambient klicker klicker klimbim Sound zu einem groovig – bassigen Houseschuh, mit dem sichs wunderbar durch die Gegend schwoofen lässt. “Cathode Bias” macht einen auf deepen Chill, doch es kommt anders. Holzauge sei wachsam, denken wir uns. Von “Ques” und “Dexires” werden wir oben gehalten, wobei ersteres noch das womöglich handelsüblichste Stück House der Scheibe ist und letzteres schon wieder von schönen Breaks und dubbigen Einflüssen profitiert. Vom letzten Stück, sinnigerweise “On Board” genannt, werden wir nach diesem Ritt wieder sanft abgesetzt.
Graze beherrschen sowohl die leisen als auch lauten Töne, hoch- und tiefstapeln, vorder- und hintergründig agieren sie, es klickt, schwingt, rumpelt, dröhnt und schiebt, dass es festlichste Freude ist. Eine sehr präzise Architektur, ja, Erzählstruktur zieht sich dabei durch alle Titel, welche sich herrlich dezent in die Synapsen bohren, wie sie sich fast unmerklich aufstapeln, ihre Elemente zueinander in Beziehung treten und dabei direkt konversierend wirken – mehrmaliges Hören macht die Sache demnach nur noch geiler, was für herkömmliche Elektronikmusikprodukte nicht immer gilt. Neben den Erste Sahne Arrangements sollen auch die knackigen, kristallenen oder auch massiven Sounds nicht unerwähnt bleiben, die auf allen Frequenzbändern richtig gelungen daherkommen – nichts fängt zu früh an oder hört zu früh auf, sprich hat keinen richtigen Körper, wie man beim Wein so schön sagt. Eine grundehrliche Mineralsituation, gewissermaßen.
Meisterlich gemastert und dramaturgisch pointiert haben die beiden gewieften Burschen Christian Andersen und Adam Marshall von NewKanada unserer Meinung nach alles richtig gemacht und falls jetzt irgendwer “blöde Avantgardescheiße und nix alltags- oder floortauglich” oder sowas kreischt, sollte das allseits souverän wegignoriert werden.
Wir stellen mal den Hit vor, aber persönlicher Anspieltipp ist “Cathode Bias“, welches lustigerweise die geringste Klickzahl auf Youtube verzeichnet, obwohl es sich um einen äußerst starken Track handelt.

Fazit: Ei der Daus! Diese EP zwiebelt. Und es ist dieser geile Schmerz.

Continue Reading

Cloud Boat – Youthern

Vor einiger Zeit haben wir hier schon einmal die Jungs von CloudBoat gefeiert, nun sind sie endlich mit einem Album am Start und wir garnieren den Fusionsonntag mit ihrem elegischen Video “Youthern”, passend zur dankbar-verträumten Melancholie der Abreise. Am EQ könnte man bei 100Hz etwas tiefer stapeln, aber hauptsache das Ding brummt überhaupt. Wem James Blake und Mount Kimbie zu Mainstream sind, schippert eine Runde mit diesen Kollegen. Ay, ay.

Continue Reading