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Glass Animals – Cocoa Hooves

Wer mag Alt-J – die mit dem Apple Dreieck – wer mag Cloud Boat, wer mag in Teilen The XX, wer mag Bass und filigranen Gesang?! Wir mögen das. Seit der DebutEP von Cloud Boat “Lions on the Beach” ist uns kaum eine andere ähnlich hochwertige Niederhertzträumerei untergekommen. Und wer jetzt “POP” schreien möchte, soll das tun, unser Zwerchfell verneigt sich bei Minus16dB vor der Progressionskunst dieser Aufnahme.
Fühlen findet nicht nur im Kopf statt.

EastLondon MC Trim

Schon länger bekannt und dennoch wollen wir uns es nicht nehmen lassen, auf einen Londoner MC hinzuweisen, der sowohl unglaublich produktiv als auch sehr abwechslungsreich ist. Bereits seit 2004 ist der nunmehr 28-jährige EastLondoner aktiv und hat ein veritables Portfolio vorzuweisen, im speziellen seine Einzelanfertigungen ab 2007 seien dem geneigten Hörer ans Herz gelegt. Richtig reich ist der Gute zwar noch nicht geworden, dennoch sprechen seine Sekundärcredibility, nachzuweisen an seinen Kollaborationen, und seine Experimentierlust eine unmissverständliche Sprache: Hier wird geliefert.

Zwei Beispiele, poetisch:

und kräftig:

Arkist ft. Grilza – Fill Your UK Coffee

Kurz bevor der Flieger geht, hier noch eine sehr gelungen Nachverhandlung eines schon etwas älteren Tracks. Der Arkist, obwohl noch nicht so sehr bekannt, gehört wohl zu den Produzenten, von denen man in Zukunft noch vieles und gutes hören wird. In diesem Sinne – Käffchen, Sonne und vernünftige Beats.

Dan le Sac feat. Sarah Williams White – Play Along

Passend zur gestrigen Schmach haben wir heute unseren Freakigen und lassen uns von dem Spiel nicht zu sehr vereinnahmen. Dabei sein ist alles, nicht wahr.

Das erste Video zum Solo Debut von Scroobius Pip’s Beatbauer. Das kann man sich auch kaufen.

Spatial – Deconstrictivist Dubs 12″

Ach ja Dubstep, da ist diese Musikrichtung noch keine 15 Lenze alt und es ist schön zu sehen, wie sich die Menschen daran reiben. Wie Ausdifferenzierungen und ihre Begrifflichkeiten aufspringen wie Knospen einer kürzlich entdeckten Pflanze. Und schon haben die Gelehrten unter den Bassbotanikern verschiedene Arten ausmachen können: Da gibt es also die Brostep-Blume, die zwar durch schöne Blüten auffällt und ihre Opfer damit anlockt, um dann mit ohrenbetäubendem, kratzigem Lärm die Nüsse vom Stamm zu schütteln. Oder aber die Pilzverwandte Deep-Dolde, welche zur Auflockerung des Erdreichs niederfrequente Wellen erzeugt, um besser Wurzeln schlagen zu können. Eine ebenso klassische, wie geduldige Version, die, einmal im Humus etabliert, kaum mehr zu entfernen ist. Wobei wir 2 der wichtigsten Hauptarten schon identifiziert hätten, die sich aber wie alle Pflanzen dieser Art herbasitär auch vermehren können und kaum einer anderen Sippe verschließen. Wobei die Brosteppia disturbia bei einer Kreuzung meist dominant auftritt, während die Dolde hintergründig ihr Genom in andere Pflanzensorten viral einschmuggelt. So entstehen in epidemischem Muster ständig neue Arten, manche sterben schnell wieder aus, andere sind aus der Flora kaum mehr wegzudenken. Wir bleiben neugierig.

Hier also ein Beispiel, wie auch die Housezynthie, Funksythie und Garagebera Spuren des DeepDoldenDNS abbekommen haben. Diese Knospe platzt am 18.06.12 und lässt sich auch Indoor züchten. Danke an die Forscher von WellRoundedRecords.

Ghostpoet – Liiines (xxxy’s / Dan le Sac’s Remixes)

Da hat der Geisterpoet letztes Jahr ne fette Debut-Twelve-Inch gedroppt und sie kamen, sahen und remixten. Sowohl xxxy und Dan le Sac dürften dem geneigten Beatinteressenten Begriffe sein – xxxy’s Beats aus Manchester bzw London mischen schon seit längerem die UK-Funky/Bass Szene mit ihren reduzierten Blips und Blops und dem wärmenden, strukturierendem Bass auf, während Dan le Sac vor allem in der Konstellation mit dem bärtigen Krawattenrapper der Sorte “Slightly and somehow different, still mad as hell” – Scroobius Pip auffiel. Da wir uns nicht entscheiden können, welche der beiden Remixversionen mehr kickt, stellen wir sie einfach beide zur Schau.
Thou shalt not make noise for Detroit.

Fink – This Is The Thing (EL-B’s Digital Remix)

Irgendwie geil.

SOTD: Blawan – Getting Me Down

Das soll er also sein, der Song des Jahres 2011: Blawan – Getting Me Down. So jedenfalls stellt es Resident Advisor fest. Wir nehmen das mal so hin und ersparen uns die leidigen Hinweise auf den delikaten Geschmack der Engländer hinsichtlich elektronischer Tanzmusik.

Update:

Je öfter wir den Song hören, umso mehr geht er ins Bein. Das Ding hat Potential

DELS – Capsize

Man ist nicht untätig bei BigDada. Das jüngste Album von Roots Manuva blieb zwar hinter den Erwartungen zurück, allerdings versammeln sich auch andere talentierte Rapper unter diesem altehrwürdigen Grime-Label. Mit DELS hat BigDada einen wahren Glücksgriff getan. Der experimentelle Musiker und Grafikdesigner brachte im Mai sein Debutalbum “GOB” auf die Welt, die Eltern sind stolz und einige tausend Views auf Youtube hat das sehr gelungene Stück “Capsize” mit obig erwähnten Roots Manuva auch schon. Da geht noch was, finden wir und servieren es euch zum Wochenstart. “We need to stick together.” Gerade zur Weihnachtszeit.

Dark Sky – The Lick – (50 WEAPONS014)

Gibt so Titel, die muss man erstmal wirken lassen. Nicht so huh ja geil und gleich wieder mit dem nächsten Brett aus dem Zwischenspeicher geprügelt. Wir entschleunigen das Ganze mal ein bißchen mit einem weniger bekannten Track von Dark Sky’s “Radius EP”, welche wiederum auf Modeselektors recht bekanntem Label “50 Weapons” bereits im Juli erschien. Und bitte.

The Lick – (50 WEAPONS014) by Dark Sky



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