Vermont – Vermont

Ja, guter LoFi/Easy Listening ist selten, sucht man ehrlichen Sound abseits der Café del mar/Budda Lounge/Relaxirgendwas Compilations. Zumindest Marcus Worgull und Danilo Plessow (vom Motor City Drum Ensemble) liefern jetzt einfach mal. Mit ihrer Scheibe Vermont gehts in die Tiefen der Technik. Hier werden Spannungsbögen mal richtig ausgekostet und kein Mensch vermisst irgendwelche Drops oder sonstiges vierviertel Gewitter. Im Gegenteil, der Synthi und der Filter sind das Ziel. Starkes Album für mehr als einfach nur Durchhören.

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VA – Pop Ambient 2014

VA-Pop Ambient 2014

Robag Wruhme beklagte einmal, es gäbe zu wenig guten Ambient. Das sehen wir genauso. Umso schöner, dass Kompakt seine Pop Ambient-Reihe wieder auflegt. Mit an Board ist auch Ulf Lohmann. Der Mann ist sowas wie ein Ambient-Meister und liefert Flächen ab, auf die wir locker ein 10 Mehrfamilienhäuser bauen wollen, nur damit alle zusammen im Hof relaxen können. Relaxation ist hier das Stichwort. Bildschirm aus und laid back Attitüde an den Tag gelegt.

Tracklist:
01/A1. ULF LOHMANN – SICHT
02/A2. THOMAS FEHLMANN – TREATMENT
03/A3. MIKKEL METAL – PATIENCE
04/A4. MARSEN JULES – THE PHILOSOPHERS TRAP
05/A5. COLOGNE TAPE – MOORPARK
06/B1. SIMON SCOTT – FÜR BETTY
07/B2. THE BIONAUT – AQUAMARINE / TRIOLA MIX
08/B3. WOLFGANG VOIGT – RÜCKVERZAUBERUNG 8
09/B4. THE FIELD – CUPID’S HEAD / GAS AMBIENT MIX
10/B5. ULF LOHMANN – PCC

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20 Jahre Kompakt – Kollektion 2

Compilations sind ja immer so eine Sache. Man guckt, was man so für Lizenzen auftreiben kann und welches Label/Künstler bereit ist, da drauf veröffentlich zu werden. Gerne sind 2 -3 Hits dabei und die eine oder andere unbekannte Neuentdeckung. Der Rest dann meisten Zeug, was durchgeskippt werden muss. Gekauft werden die Scheiben dann entweder von Barbesitzern, bei denen die Scheibe da wochenlang im Laden dudelt oder der Kundenstamm rekrutiert sich aus Käufern, die nicht nur dem Delphin folgen, sondern die auch zu faul sind, die einzelnen Veröffentlichungen zu verfolgen und/oder einzeln zu erwerben.
Im Falle von Kompakts Kollektion 1 & 2 muss aber unbedingt eine Ausnahme gemacht werden. Hier feiert nicht nur Deutschlands größtes Technolabel 20 jährigen Geburtstag. Nein, ganz nebenbei liefern die Kölner auch noch 20 Jahre Technogeschichte ab, die ihre Künstler maßgeblich mitgeprägt haben. Ganz hypothetisch: nennt man nun diese Compilations sein Eigen, hat man mit Aril Brikha, Michael Mayer, Jürgen Paape, WhoMadeWho oder Superpitcher und Oxia ein breites Spektrum an elektronischer Musik, die nicht nur die tanzflächen gefüllt hat und das noch tut sondern auch mal alle Kinder beisammen im Regal stehen.

19. AUGUST – go get it!


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Gui Boratto – Too Late

Gui Boratto liefert wieder. Die Too Late EP macht die Entscheidung für einen favourite Track schwer. Der gleichnamige Track “Too Late” schmückt sich wie ein Wolf mit Glitzer im seichten Housegesäusel und bringt dann eine sauber produzierte Bassline, dass unsere Kaffeetasse wackelt. Hier wird Open Air Material geliefert.
Heimliches Liebling ist aber “We can Go”. Unruhige Hihats und ein Synthie auf Acid sorgen geben uns das gefühl, dass es völlig ok ist auch mal einen Gui Boratto anzuschmeissen. Der Typ ist einfach vielseitig.

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Terranova – Painkiller EP

You, You, You so wabert es immer wieder durch die Lautsprecher. Blubbernd die Bassline und dazu alles in einer gewissen Aufregung, die das Gefühl zurück lässt, da kommt gleich noch was. Muss aber nicht. Terranova macht das hier ganz geschickt und liegt mit dieser Housescheibe so ziemlich weit oben auf der Welle, die für solchen Sound gerade gesurft wird.

 

 

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Kölsch – Goldfisch

Dass wir auf epischen bis hin zu cheesigem HandsUp-Techno stehen ist eine Tatsache, derer wir uns nicht zu schade sind sie zu erwähnen. Eine feste Nummer für diese hymnenartigen Nummern ist Kölsch. Waren wir bei seinem Track Loreley noch skeptisch, was wir damit anfangen sollen, so hat uns der Däne Rune Reilly alias Kölsch nun zu strahlenden Sympathisanten gemacht.

Orgeln, trockene Bassline und Synthie – mehr scheint es nicht zu brauchen. Zugegeben, für Puristen ist das quasi die Ausgeburt der kommerziellen Hölle. Wir gehen da aber irdisch an die Sache ran und heben die Arme.

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SOTD: Coma – My Orbit (Clouds Remix)

Wir haben an der Bass-Line einen Narren gefressen. Für seinen “My Orbit” Remix muss Clouds wohl tief in seinen Keller hinabgestiegen sein, die verstaubte Kiste in der hintersten Ecke hervorgerückt haben und alle Schlösser, welche die grummelnde Kiste vor dem Aufspringen bewahrten, geöffnet haben und hat den Inhalt schnurstracks in seinen Remix gepresst. Womöglich hat er nicht mal das Licht angemacht. Nur so können wir uns erklären, wie aus dem spährischen und teilweise leichtfüßigem Original von Coma mit seiner stringenten Stakkato-Linie ein fieses Monster wurde. Ein Remix nach unserem Geschmack, welcher das Original bereichert, welches auf jeden Fall gut ist.

Coma – My Orbit (Original)

Coma – My Orbit (Clouds Remix)

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SOTD: Barnt – Is This What They Were Born For?

Der Legende nach soll Barnt mit seinen Tracks erst bei Âmes Label Innervisions vorstellig geworden sein. Dieser lehnte jedoch dankend ab und schickte den Jungen weg. Nach einem kleinen Intermezzo auf dem uns unbekannten Label Comeme, released Barnt auf Kompakt Records seinen Track Geffen und wird seit dem extrem von der kölner Posse abgefeiert.
So viel zur angeblichen Geschichte. Was da jetzt so kommt gefällt uns auch ohne Story sehr gut.

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SOTD: Walls – Gaberdine (Gerd Janson & Prins Thomas Remix)

Wir sind ja fest der Meinung, dass es sowas wie den Kölner Sound gibt. Manifestieren tut sich das unserer Meinung nach im Ur-Label Kompakt Records. Und wenn man mal die Gelegenheit hatte, ein Set vom Kompakt Chef Michael Mayer zu hören, dann kann man da ganz gut den Backkatalog des Labels raushören. Melodisch, repetetiv, experimentell, deep aber auch organisch, fröhlich und berauschend. Das in etwa trifft auch auf den Walls Remix zu. Klar auch wir mögen nicht alles was von den Kölnern kommt aber wenn es so locker, fluffig schwebt wie der Gerd Janson & Prins Thomas Remix, dann nehmen wir das gerne.


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