You, You, You so wabert es immer wieder durch die Lautsprecher. Blubbernd die Bassline und dazu alles in einer gewissen Aufregung, die das Gefühl zurück lässt, da kommt gleich noch was. Muss aber nicht. Terranova macht das hier ganz geschickt und liegt mit dieser Housescheibe so ziemlich weit oben auf der Welle, die für solchen Sound gerade gesurft wird.
Dass wir auf epischen bis hin zu cheesigem HandsUp-Techno stehen ist eine Tatsache, derer wir uns nicht zu schade sind sie zu erwähnen. Eine feste Nummer für diese hymnenartigen Nummern ist Kölsch. Waren wir bei seinem Track Loreley noch skeptisch, was wir damit anfangen sollen, so hat uns der Däne Rune Reilly alias Kölsch nun zu strahlenden Sympathisanten gemacht.
Orgeln, trockene Bassline und Synthie – mehr scheint es nicht zu brauchen. Zugegeben, für Puristen ist das quasi die Ausgeburt der kommerziellen Hölle. Wir gehen da aber irdisch an die Sache ran und heben die Arme.
Wir haben an der Bass-Line einen Narren gefressen. Für seinen “My Orbit” Remix muss Clouds wohl tief in seinen Keller hinabgestiegen sein, die verstaubte Kiste in der hintersten Ecke hervorgerückt haben und alle Schlösser, welche die grummelnde Kiste vor dem Aufspringen bewahrten, geöffnet haben und hat den Inhalt schnurstracks in seinen Remix gepresst. Womöglich hat er nicht mal das Licht angemacht. Nur so können wir uns erklären, wie aus dem spährischen und teilweise leichtfüßigem Original von Coma mit seiner stringenten Stakkato-Linie ein fieses Monster wurde. Ein Remix nach unserem Geschmack, welcher das Original bereichert, welches auf jeden Fall gut ist.
“We need more Cowbell!”, dachten wir kurz. Aber hey, es ist Namito und Rainer Weichhold. Letztere trifft ja mit seinen releases bei uns auf geteiltes Interesse. Aber wahrnehmen tun wir ihn immer. Und Namito? Verdammt, die Volle-Kraft-Voraus-Favela-Rio-Auf-Die-Fresse-Namito-Dampfmaschine in Reinform. Der lässt eben nichts anbrennen. Was die in Köln so können?! Bam!
Der Legende nach soll Barnt mit seinen Tracks erst bei Âmes Label Innervisions vorstellig geworden sein. Dieser lehnte jedoch dankend ab und schickte den Jungen weg. Nach einem kleinen Intermezzo auf dem uns unbekannten Label Comeme, released Barnt auf Kompakt Records seinen Track Geffen und wird seit dem extrem von der kölner Posse abgefeiert.
So viel zur angeblichen Geschichte. Was da jetzt so kommt gefällt uns auch ohne Story sehr gut.
Wir sind ja fest der Meinung, dass es sowas wie den Kölner Sound gibt. Manifestieren tut sich das unserer Meinung nach im Ur-Label Kompakt Records. Und wenn man mal die Gelegenheit hatte, ein Set vom Kompakt Chef Michael Mayer zu hören, dann kann man da ganz gut den Backkatalog des Labels raushören. Melodisch, repetetiv, experimentell, deep aber auch organisch, fröhlich und berauschend. Das in etwa trifft auch auf den Walls Remix zu. Klar auch wir mögen nicht alles was von den Kölnern kommt aber wenn es so locker, fluffig schwebt wie der Gerd Janson & Prins Thomas Remix, dann nehmen wir das gerne.
Manchmal muss es so richtig fies massenkompatibel sein. Dann wollen wir es cheesy und es soll sich ein wenig nach Großhalle anfühlen. Das, so könnten böse Zungen agumentieren, trifft doch bei Gui Boratto zu. Vielleicht, würden wir da erwidern. Aber wenn der Bürgermeister von Köln Mr Kompakt Records Himself, Michael Mayer an diese – eigentlich recht alte – Nummer ran gelassen wird, ist der Track, den er anpackt, fast über jede Kritik erhaben. Und im Zuge dieser Schutzbehauptung schwingen wir einfach mit und wippen im Takt zu “This Is Not The End”.
Komm Junge, den nehmen wir jetzt auch noch mit. Superpitcher geht immer, Kompakt für uns ein Wackelkandidat. Aber mit der Katalognummer 256 stimmt man selbst Hexadezimalliebhaber wie uns milde.
Mild ist dann auch die Superpitcher Nummer. Mit der üblichen rheinischen Gelassenheit, die man aus dem Hause Kompakt kennt, ist jeder der Remixe von Moon Fever mit dem stoischen Understatement eines alternden Gentlemans unterwegs. Ein Gefühl von Druck und Vorwärtsschieben kommt dann aber doch nocht auf, in Form des Gluteus Maximus Remixes, den nehmen wir dann auch gerne an und fahren los. Nicht nach Köln, aber raus, wohin auch immer.
Nach einer gefühlten Ewigkeit hat Robag Wruhme endlich seine neue Scheibe “Donnerkuppel” draussen. Natürlich läuft man Gefahr, dass man gerade den ersten Track schon ein wenig überhört hat. Dafür sind aber die beiden anderen Songs auf der Platte (fast) noch ungehört und erweitern das Release um ein paar Nuancen. Wie sooft bei Robag werden die Tracks mit der Zeit nicht schlecht sondern lassen sich auch noch nach Jahren als vorzügliches Beispiel guter Elektronischer Tanzmusik aus der Sammlung zaubern.
PS: der Promotext ist hier nun wirklich was für Fans solcher literarischen Ergüsse:
Man kann ihn ja gar nicht genug über den grünen Klee loben. Die sogenannte internationale Fachpresse wird ja auch nicht müde, neue Wahnsinns-Attribute für ihn zu erfinden, die wir hier aber nun wirklich nicht runterbeten wollen. Denn Bescheidenheit ist eine Tugend, die gross geschrieben wird im Hause Kompakt. Alles andere als bescheiden sind allerdings die neuesten Errungenschaften von besagtem Belobhudelten, nämlich Robag Wruhme. Seinerseits selbstredend die personifizierte Bescheidenheit, rang er seinem nicht ganz so bescheidenen Instrumentarium drei strahlende Neukompositionen ab, die von seinem just auf Pampa veröffentlichten Album “Thora Vukk” aus gesehen, zumindest zu zwei Dritteln, deutlicher auf der Tanzfläche zu verorten sind. Der dramatisch betitelte Titelsong “Donnerkuppel” knüpft in seiner melodieschwangeren Entrücktheit nahtlos an immergrüne Kompakt-Klassiker wie “Wombat” und “Wurz & Blosse” an. Untenrum ist natürlich auch einiges gebacken, denn da haben’s die Leute gern. Das weiss jeder. Mit “Wemmel” begibt sich Robag in beattechnisch gefährliche Gefilde, will meinen, grauer die Grauzonen nie klangen. Da sollen sich aber künftige Generationen die Zähne dran ausbeissen, welchem Genre denn das schon wieder zuzuordnen sei. Bevor der imaginäre Vorhang fällt, verbleibt noch die Zugabe “Polch Dutto” zu erwähnen. Diese ist erfreulich freie Musike für Menschen, die in aller Bescheidenheit auch gerne mal den Beat weglassen und einfach nur mit Öhrchen in Lauschstellung aus dem Fenster kucken. Ein Fest für Katzen!
Heute: Musik zum Ausrasten. Jedoch im negativen Sinne. Wer hier erwartet, dass nahezu jeder Track ordentlich kickt und Bassdrum und Kickdrum eine Einheit bilden, die als Stoßtrupp das Trommelfell und und Gesäßmuskulatur gleichermaßen in Schwingungen bringt, muss wohl oder übel weiterklicken. Bei Acid Pauli ist alles mal wieder ein bisschen anders. Sein Remix […]
You, You, You so wabert es immer wieder durch die Lautsprecher. Blubbernd die Bassline und dazu alles in einer gewissen Aufregung, die das Gefühl zurück lässt, da kommt gleich noch was. Muss aber nicht. Terranova macht das hier ganz geschickt und liegt mit dieser Housescheibe so ziemlich weit oben auf der Welle, die für solchen [...]Check this out:Dapayk Sol […]
Im Kater ist alles ein wenig anders; bunter, verrückter und eben auch musikalischer. Man pflegt dort einen, aus BAR25-Zeiten üernommen Stil, der irgendwo zwischen Zirkus, Freibad und Ferienlager liegt. Kurzum es wird einem leicht gemacht, bei diesem Sound mit zu gehen. Somit war uns diese Truppe immer ein wenig suspekt. Klar, Dirty Döring, Marcus Meinhardt, […]
Dass wir auf epischen bis hin zu cheesigem HandsUp-Techno stehen ist eine Tatsache, derer wir uns nicht zu schade sind sie zu erwähnen. Eine feste Nummer für diese hymnenartigen Nummern ist Kölsch. Waren wir bei seinem Track Loreley noch skeptisch, was wir damit anfangen sollen, so hat uns der Däne Rune Reilly alias Kölsch nun [...]Check this out:SOTD: Kölsc […]
Es git so Basslines, da kitzeln sogar dir kleinen Häärchen auf den Ohren und das egal in welcher Lautstärke. Gut, bei dem Tracktitel könnte man sich das schon denken. Aber hier wurde von Alfred Heinrichs und Carlo Ruetz wohl mit ganz besonderer Hingabe in den Tiefen des Hör- und Fühlbaren geforscht. Danach kommt nur noch [...]Check this out:SOTD: Carlo Ruetz […]
Kategorien
Blogroll
Beatport Beatportal Label Wiki
Wer sich immer schon gefragt hat, welches label woher und mit wem und überhaupt kommt. Dem sei das Label Wiki vom Beatportal empfohlen. Hier kann zu fast jedem Label die kleine Geschichte nachgelesen werden. Auch gibt es ein Ranking der beliebtesten Label
Berlin Mitte Institut
Web-Radio aus Berlin, dass sich der elektronischen Musik und ihrer intellektuellen Aufarbeitung verschrieben hat. Tolle Labelshows und Reportagen
Clubvirus
Clubvirus ist ein Szene/Party Portal rund um elektronische Musik. Gerade über ihren wöchentlichen Newsletter gibt es immer Neues rund um Musik, Festivals und Technik zu erfahren und ab und zu etwas zu gewinnen.
Dj Tech Tools
Alles was das DJ Herz begehrt: Gossip, HowTos, Charts und technische Hilfestellungen
EPM Music Podcast
Robert Hood, Dirt Crew oder Anderson Noise? Der Distributor EPM Music bringt regelmäßig qualitativ hochwertige Podcasts an den Musikenthuisasten. Mit ihrem Kerngeschäft Promotion und Distribution wissen die Jungs auf jeden Fall was die Trends sind.
knagge Sounds & Concepts
Knagge Sounds&Concepts, das sind Tontechniker, Musiker und Künstler, die sich der Leipziger Musik-Szene und deren Aufbereitung auf feinsten Tanz- und Kulturveranstaltungen verschrieben haben.
Tanith Blog
Techno? Tanith! Wenn einer wissen muss und auch noch darüber schreibt, wie es war, ist und wird, dann Tanith.