Heute mal ein etwas anderer Song of the Day. Martin Stimming, aka Stimming vom Label Diynamic wurde angesprochen, ob man aus seinem track November Morning nicht mal eben eine Orchesterversion machen könnte. Das wurde dann auch mir nichts dir nichts umgesetzt. Wer da die Fäden gezogen, die Partitur geschrieben und das Orchester bezahlt hat, bleibt leider unklar. Dafür aber darf man Zeuge eines interessanten Novums werden. Nämlich die Adaption eines Technosongs von einem klassischen Orchester. Das Samples klassischer Stücke gerne in Technotracks verbraten werden, ist allgemein bekannt. Anders herum jedoch ist es eine Herausforderung.
Martin Stimming ist wohl einer der aufregensten Produzenten der letzten 3 Jahre. Von Anfang an war er auf Solomuns und Adrianos Label Diynamic dermaßen präsent, dass er den Sound des Labels maßgeblich mitentwickelt hat. Seine Produktionen haben von Anfang an ein sehr hohes Niveau und sind wohl auch mit verantwortlich für momentan sehr hippen langsamen, groovigen Housesound der landauf landab gespielt wird.
Wenn Techno Emotionen hat und nicht nur hervorruft, dann ist Stimming momentan der Produzent, der weiss wo die Regler dafür liegen. Die DIYNAMIC 44 ist Stimmings sechste EP. Es ist nicht viel Überraschendes im Sinne von neuem dabei. Aber vielleicht ist es gerade das was den Sound ausmacht. Streicher Akkorde, Piano Melodien und geschuffelte Samples. In jedem der 4 Tracks bohrt sich mal mehr mal weniger ein treibend, rollender Beat direkt ins Epizentrum des Songs. Immer passiert etwas. Mal sind es Sounschnipsel die umherfliegen, sich im Delay verirren und wieder nach vorne schiessen. Oder es ist das verspulte “Der Schmelz”, rauschend, zitterndes Klangwerk mit Gitarrensamples und einem organisch klingendem Beat und die allseits bekannten kleinen Kicks und Snares. Alles für die Tanzfläche aber auch für zu Hause. Für einen umfassenden Überblick empfiehlt sich das letztes Jahr erschienene Album “Reflections”.
“Kennste diesen Song mit der Clarinette, Bongo, Zitter, Ukulele, (Instrument der Wahl bitte einsetzen) … Na den, den der DJ XYZ immer spielt!Kennt ihr sicher, oder?
Ja wir auch. Die Ethnowelle will und will nicht aufhören. Wenn man sich dem jedoch total verweigert, geht einem aber auch schonmal das eine oder andere Fundstück durch die Lappen. Wie zum Beispiel die Boungaville EP aus dem Hause Diynamic. Da hat man es leider nicht noch nicht geschafft sein Website auf den neuesten Stand zu bringen. Drum übernehmen wir das mal, zumindest was No. 41 im Katalog angeht.
Fausto Messina war uns bis jetzt eher unbekannt, im südlicheren Europa scheint der Italiener jedoch eine größere Nummer zu sein. Schöne Blumen hat er schonmal auf seiner Website. Also rein in die Vollen.
Der erste Track Amor Lleno De Esperanza ist dann auch gleich eine gute Portion House. Mit einem verschurbeltem Sample das uns doch recht stark an den Klassiker von Eddie Amador erinnert. Amor Lleno poltert gut geht schlechte Laune an und spielt recht frech mit seinen verschachtelten Claps und Snares. Dazu, so will es das einmaleins der House Musik, noch ein paar gestreute Vocalteile und fertig ist er der erste Track. Da geht noch was.
Das da was geht zeigt Tomelas Frias mit den oben angesprochenen Klarinettensamples. Vom Rhythmusmuster ganz klar Diynamic Sound. Groovende, schwingende Beats verabreden sich mit White Noise und dem netten Blasinstrument zum Springen auf der Wiese. Um das Ensemble noch ein wenig trippiger zu gestalten gesellen sich noch ein paar Peaks und Synthieelemente dazu. So wirds nicht langweilig und wir können die Platte laufen lassen. Bis zu Boungaville dem retadierenden Moment der EP. “Tempo raus aber die Panflöte lassen wir mal drin Luigi”, so oder so ähnlich muss das im Studio abgegangen sein. Verspulter wirds und tiefer. Verschachtelte Percussions umspringen die Bassline und sorgen für diesen nach Techno klingende Atmosphäre die sich dann aber doch nur als Tech-House entpuppt. Man kennt das, denn spätestens wenn die Panflöte wieder einsetzt ist der Konsument wieder wach oder bereits im Koma.
Als kleiner Bonus ist von Tomelas Frias noch eine “swing version” dabei. Im Grunde ist das Ethnohouse pur. Mit anderen Worten die Strassenmusikantenbande trifft sich und jammt (bruchstückenhaft versteht sich). Swing ist das nicht und der einzige der swingt ist der DJ beim Gedanken an den nächsten Song.
Wenn sie, zumindest hier in Berlin, live auflegen sind die Clubs voll. Ich kenne viele Leute die mit Techno nicht so viel anfangen können, bei denen aber trotzdem ein Kollektiv Turmstrasse “Kollektiv-Set” in Rotation läuft. So sei all den Sympathisanten von KT die neue Platte der beiden angetragen.
“First Day” – groovt sich leicht ein wie ein neu beginnender Tag. Wir kennen das von “Grillen im Park”. Lauter werdender Rhythmus und ein verträumtes Piano-Sample. Der Song ist nicht deep, er plätschert aber auch nicht an der Oberfläche. Er hat Drive und kommt doch mit Understatement. Zu schwammig umschrieben? Das ist Kollektiv Turmstrasse. Bei “Last Day” wird die Sache schon ernster und tiefer. Mit Punktierter Achtelnote und einer seichter Snare zollt der Track zwar der allgemeinen Housewelle tribut, jedoch hat (wie sooft) Hitpotential um auch bei den Minimalisten aufgenommen zu werden. Ein wunderbarer Jahresabschluss von Kollektiv Turmstrasse.
Heute: Musik zum Ausrasten. Jedoch im negativen Sinne. Wer hier erwartet, dass nahezu jeder Track ordentlich kickt und Bassdrum und Kickdrum eine Einheit bilden, die als Stoßtrupp das Trommelfell und und Gesäßmuskulatur gleichermaßen in Schwingungen bringt, muss wohl oder übel weiterklicken. Bei Acid Pauli ist alles mal wieder ein bisschen anders. Sein Remix […]
You, You, You so wabert es immer wieder durch die Lautsprecher. Blubbernd die Bassline und dazu alles in einer gewissen Aufregung, die das Gefühl zurück lässt, da kommt gleich noch was. Muss aber nicht. Terranova macht das hier ganz geschickt und liegt mit dieser Housescheibe so ziemlich weit oben auf der Welle, die für solchen [...]Check this out:Dapayk Sol […]
Im Kater ist alles ein wenig anders; bunter, verrückter und eben auch musikalischer. Man pflegt dort einen, aus BAR25-Zeiten üernommen Stil, der irgendwo zwischen Zirkus, Freibad und Ferienlager liegt. Kurzum es wird einem leicht gemacht, bei diesem Sound mit zu gehen. Somit war uns diese Truppe immer ein wenig suspekt. Klar, Dirty Döring, Marcus Meinhardt, […]
Dass wir auf epischen bis hin zu cheesigem HandsUp-Techno stehen ist eine Tatsache, derer wir uns nicht zu schade sind sie zu erwähnen. Eine feste Nummer für diese hymnenartigen Nummern ist Kölsch. Waren wir bei seinem Track Loreley noch skeptisch, was wir damit anfangen sollen, so hat uns der Däne Rune Reilly alias Kölsch nun [...]Check this out:SOTD: Kölsc […]
Es git so Basslines, da kitzeln sogar dir kleinen Häärchen auf den Ohren und das egal in welcher Lautstärke. Gut, bei dem Tracktitel könnte man sich das schon denken. Aber hier wurde von Alfred Heinrichs und Carlo Ruetz wohl mit ganz besonderer Hingabe in den Tiefen des Hör- und Fühlbaren geforscht. Danach kommt nur noch [...]Check this out:SOTD: Carlo Ruetz […]
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