Was vor ein paar Wochen mit ca. einem Realease pro Monate recht überschaubar war, ist jetzt schon fast schon in ernsthaften Stress des Westcoast-Techno-Affiniatos geworden. Besser gesagt, Dirty Bird Records hat die Schlagzahl erhöht. Viele neue Platten, die zumindest alle mal gehört werden wollen. Dabei sind sie aber ihrem genuin amerikanischem Electro/MiamiBass-Wirrwarr treu geblieben und genau das schätzen wir ja auch an dem Label. Diese Label EP jedenfalls bringt es auf den Punkt. Justin Martin, Worthy, Claude VonStroke und Co. lassen die breit gesessenen Hintern mal wieder wackeln. (puuh was für eine Phrase)
Der schmutzige Vogel aus Miami greift um sich und diesmal zu Tom Flynn nach Birmingham. Typisch Dirtybird gehts hier wieder schön verspult zur Sache und morgen nehmen wir dann gleich die B-Seite weils so viel Spass macht.
Da haben erst wir vorgestern die neue Sascha Braemer EP noch in den Klee gelobt, wird aus San Francisco schon die nächste Veröffentlichung nachgeschoben, die dann eher nicht so toll ist. Steal Drums soll genau das sein, was es eigentlich auch ist. Nur irgendwie kommt da gar keine richtige Karibikstimmung auf. Zittrig klingt diese eigentlich tolle Instrument. Elektronisch verwurstelt habens die Martin Brothers. Dazu wieder in Kuriositätenkiste des Labels gegriffen, ein paar Drumrolls und alles irgendwie zusammengepappt. Dies ist ein klarer Fall von einer Idee aus der durchaus mehr hätte werden können.
Riva Starr, der Künstler den sich momentan viele ins Boot holen um ihre B-Seiten aufzupeppen, hat dann wenigstens versucht dem drögen Geklöppel etwas mehr Drive zu verpassen. Einige Filter kamen wohl zum Einsatz um dem Song irgendwas Dreckiges abzugewinnen und vielleicht irgendwie noch einen zweiten USP zu verpassen. So richtig rund klingt das aber auch nicht. Schade.
Dirtybird ist für uns eines der aufregensten Labels der letzten 2 Jahre. Angefangen mit Claude van Stroke und Justin Martin hat die San Francisco Klitsche es geschafft auch der Szene hierzulande ihren Stempel aufzudrücken. Trotz einiger toller und erfolgreicher Hits klang man aber doch immer noch sehr nach Break Beat und Miami (einen Californischen Techno Sound könnte ich nicht beschreiben). So ist es nur logisch, dass man sich auch dem Europäischen Publikum/Markt öffnen möchte. Dafür hat man Sascha Braemer ins Boot geholt.
Und der hat gleich mal scharf geschossen. Mit Go Loco landete Braemer soetwas wie einen Hit und einen guten noch dazu. Aber er hat unserer Meinung nach den Dirtybird Sound ein wenig ausgewaschen und egalisiert. Das ist aber auch recht egal denn die anderen Künstler bleiben nachwievor dem Stil des Labels treu. Braemer et al. scheint das alles aber nicht zu kümmern, denn mit The Train EP macht man gleich mal Party Business.
Los gehts mit The Train und einem herrlich klatschenden Beat bei dem Arme und Füße dieses nette Zucken bekommen. Natürlich durfte sich auch Sascha Breamer aus der Trickkiste der lustigen Soundschnipsel des Labels bedienen und so wirbeln einen einem elektronische Rasseln, Wortfetzten die einen Trainah beschwören und diese, an eine kaputte Heimorgel erinnernden, wabernden Synthiesounds um die Ohren. Das Ganze wird dann nur noch getoppt durch einen versetzten Akkord am Midikeyboard was entfernt an einen herannahenden Zug erinnert. Eine akustische Märklineisenbahn.
Auch beim zweiten Track Fly Flip hält man sich ganz an die Titelnamen. Gefilterte Bassline trifft auf Fliege. Diese Adaption einer Fliege klingt ähnlich wie das natürliche Pendant welches einem bei geöffneten Fenstern gerne nachts um die Ohren summt. Wirklich gut produziert. Somal die Fly Flip schon eher nach Dirtybird klingt und auf von Claude van Stroke in seinen Sets gefühlt unter den Top10 steht.
Jan vom Berlin-Mitte-Institut hat sich mal für mehr Breaks in Technosets ausgesprochen. Die Jungs von Dirty Bird werden das zwar nicht gehört haben. Aber die US-Boys haben einen ganz eigenen Sound auf Lager der definitiv den Dirty South mit Electro verbinden. Song of the day:
Dreckige Synths schmieren über Start/stop-Sounds und als hörten wir klassischen Dubstep, kriegen wir noch ordentlich eine geklatscht. Schon ein bißchen älter, aber der französische Producer “Fulgeance” dürfte dennoch nicht allzu vielen ein Begriff sein. Das Video konterkariert die “Döörtigkeit” (5 Sterne) des Sounds mit einer nicht ganz stimmigen, halberotis […]
Und wir alle nur so: What Da F.? Absolute Bombe. Hitalarm. Achwasweissich. Kickt einfach. Ähnliche Beiträge:SOTD: Tensnake – Coma CatSOTD: James Blake – Limit To Your Love (Daniel Bortz Edit)SOTD: Agoria – Speechless ft Carl Craig (Gesaffelstein Remix)SOTD: Lil Louis The World – Club Lonely (Dixon Edit)SOTD: Daniel Bortz – Again […]
Egoexpress kennt ihr noch oder? Nein? Klar! Telefunken kennt einfach jeder. Nebenbei sollte dieser Song definitiv wieder mehr gespielt werden. Also ran an die Archive. Egoexpress, diese Elektrokapelle bestehend aus Jimi Sebels und Mense Reents, welche sich 2007 in eine wohl länger dauernde Kreativpause begeben hat; ist zwar momentan nicht auf der Bildfläche […]
Roher Techno. Ungehobelt, schlecht gekleidet und mit Tatoos versehen. Halt so wie eine Horde Umlandgorillas mitten im Club. Die Diskomuskeln angespannt, das Strobolicht zuckt und irgendwo sind auch Frauen, nur interessiert das jetzt gerade keinen. Es riecht nach billigen Drogen und Vodka-Energy. Die Stimmung ist aggressiv aber keine pöbelt den anderen an. Un […]
Da beginnt das neue Jahr und wir haben gleich mal einen kleinen Disput. Zugegeben es ist ein Zwist von eher schlichterer Natur. Er dreht sich um die nette Neuerscheinung von Monkey Safari – Fat Papa und die darin enthaltenen Remixe. Da keine Einigung absehbar ist, ob wir die eher ruhigere aber beschwingtere Originalversion zum Song […]
Follow us on Twitter & Facebook
Kategorien
Blogroll
Beatport Beatportal Label Wiki
Wer sich immer schon gefragt hat, welches label woher und mit wem und überhaupt kommt. Dem sei das Label Wiki vom Beatportal empfohlen. Hier kann zu fast jedem Label die kleine Geschichte nachgelesen werden. Auch gibt es ein Ranking der beliebtesten Label
Berlin Mitte Institut
Web-Radio aus Berlin, dass sich der elektronischen Musik und ihrer intellektuellen Aufarbeitung verschrieben hat. Tolle Labelshows und Reportagen
Clubvirus
Clubvirus ist ein Szene/Party Portal rund um elektronische Musik. Gerade über ihren wöchentlichen Newsletter gibt es immer Neues rund um Musik, Festivals und Technik zu erfahren und ab und zu etwas zu gewinnen.
Dj Tech Tools
Alles was das DJ Herz begehrt: Gossip, HowTos, Charts und technische Hilfestellungen
EPM Music Podcast
Robert Hood, Dirt Crew oder Anderson Noise? Der Distributor EPM Music bringt regelmäßig qualitativ hochwertige Podcasts an den Musikenthuisasten. Mit ihrem Kerngeschäft Promotion und Distribution wissen die Jungs auf jeden Fall was die Trends sind.
knagge Sounds & Concepts
Knagge Sounds&Concepts, das sind Tontechniker, Musiker und Künstler, die sich der Leipziger Musik-Szene und deren Aufbereitung auf feinsten Tanz- und Kulturveranstaltungen verschrieben haben.
Tanith Blog
Techno? Tanith! Wenn einer wissen muss und auch noch darüber schreibt, wie es war, ist und wird, dann Tanith.