Das große Aufwärmen alter Tanzflächenbomben ist nun in vollem Lauf. Die Nummer von Slam sollte da schon mal hervorgehoben werden. Die alte Carl Craig Nummer der Paperclip People wurde eigentlich nur ein wenig vom Acid bereinigt und druckvoller gemacht. Und da wir ja händeringend nach ehrlichem, druckvollen Sound suchen, kommt uns die Scheibe ganz gelegen.
Was macht dieser Carl Craig nur in letzter Zeit? Phänomenal. So auch Claude Von Stroke:
As always, profits from this record and the mothership label go to the Detroit Youth Foundation. Special thanks to Matt Colton @ Air Studios, London who mastered this record free of charge as a donation to the kids!
Das Agoria mehr kann als “nur” Techno war ja spätestens nach der Carl Craig Nummer Speechless klar. Jetzt wird mit Impermanence nachgeliefert. Wenn man den Albumtitel mal positiv nimmt, dann ist das Album die Synthese aus einem unbeständigen Schaffen von Agoria.
Ganz besinnlich geht es mit Kiss My Soul featuring Kid A los. Ein Pianosolo und zarter, ja fast zerbrechlicher Gesang. Ein Titel den man eher am Ende des Albums vermutet hätte. Falsch gedacht. Es bildet einen athmosphärischen Einstieg in diese deepe und verträumte LP. Impermanence ist gespickt von kleinen und großen Momenten. Hitpotential haben viele Tracks aber schaffen wird es wohl nur die Carl Craig Nummer. Agoria, der mit seinem Label Infiné ganz nebenbei auch noch sein Albumdebüt feiert, setzt sich die messlatte hoch. Pop und Dance geben sich die Klinke in die Hand und am Ende fragt man sich, ob die Platte jetzt eher Club, Wohnzimmer oder in der Spex anzutreffen ist.
Es ist schwer den Charakter des Albums einzufangen. Zwar gibt es so gut wie keine Temposprünge, alles ist fein säuberlich mit Synthies unterlegt die eine gewisse Tiefe versprechen, ab und zu blitzt ein Gesang auf. Dennoch bleibt auch nach mehrmaligen Durchhören nichts hängen. Auch wenn die LP auf sehr hohem Niveau produziert ist.
“For me, to release a special version of “speechless” on
vinyl only is a way of respecting the consumers who keep
on buying records, to arouse envy, to revive a soft
nostalgia. It’s certainly not a fuck off to the natural
evolution of the Music Industry, nor the apology of the
vinyl, too elitist. The debate needs to be qualified. But
today a vinyl exclusive track is an investment from the
artist and the label, so at the end of the day, the track
needs to be special.” AGORIA
Eines der schönsten Argumente, welche auf die seit längerem schwelende Debatte Vinyl vs. MP3 zielt. Fest steht, dass Agoria einer der Artists ist, der nachwievor auf Vinyl veröffentlichen und das mit einer gleich bleibenden, hohen Qualität. Ob das neue Album Impermanence jedoch nur Vinyl Only sein wird, wird sich sicher zeigen.
Speechless ist jedenfalls ein herzhaft deepes Stück Techno/Deep-House. Mit Vocals von Carl Craig und La Scarla. Ein absolutes Brett, welches sich er seich hineinschiebt und dann tiefer und tiefer wird. Ein klassischer Fall von unterschätzter Bombe. Der Song kommt komplett und das ist die große Kunst, ohne Peaks aus, sondern baut sich selbst immer weiter auf, bis er sich komplett verliert und die Augen schließen lässt. Wir sind gespannt auf das Album und feiern bei minimalen Licht und vollem Bass.
Und dann ist er plötzlich wieder da der Daniel Mehlhart. Mit einer ebenso liebevollen wie gut produzierten Scheibe “Groove Eimer” auf Monique Music. Am meisten angetan hat es uns die Nummer “Bad Ass Motherfucker”. Die härtere Wortwahl wird durch den seichten und schwoofigen Funksound (stilecht mit gesampelter Funkguitarre) kontakariert. Bad Ass sind auf jede […]
Man nehme eine dem Dubstep entlehnte Bassline und breaky Drums, setze auf das Ganze ein Akira-artig anmutendes Choralsample, halte sich nicht mit “Drops” und derlei Massentauglichkeitsindikatoren auf und wumms – hat einen Knallertrack, der rollt, wie der Osten das nun mal zu tun pflegt. So macht man das bei Acker Records und wer bisher nur […]
So nun aber mal wieder serious business hier. Techhouse! Nicht dieses Rummelbudenzeug, sondern richtig saftige Drums die im mittleren Teil des Gehörgangs noch ein wenig nachprickeln. Das alles nicht unnachgiebig aber dennoch schnörkellos verpackt und ab damit durch die Boxen. Bam! street date: 14.05.2012 Check this out:SOTD: Aki Bergen – Don´t Call Me Artist […]
Justin Martin wird Housiger. Zwar sind hier und da noch einige Ecken und Kanten zu erkennen, aber der breakige Miamisound mit dem er maßgeblich das Label Dirtybird definiert hat, scheint sich langsam abzuschleifen. Ist das nun dem schnöden Mammon geschuldet oder hat er sich einfach zu lange in Europa aufgehalten? Wir wissen es nicht und […]
“Schon wieder Mollono.Bass”, werden sie sagen, “klingt doch immer gleich mit seinen Akkordeonsamples”, werden sie uns vorhalten. “NA UND?!, Wir mögen es eben cheesy”, antworten wir da. Aus der EP “Der kleine Moritz” ist diese Nummer und die ist generell zu empfehlen. Check this out:SOTD: Stefan Biniak – Less DesireSOTD: Der E-Kreisel – Hot StuffJazzylectro [ […]
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