Archived entries for SongOfTheDay

Adana Twins – Strange (Acid Pauli & NU Remix)

Heute: Musik zum Ausrasten. Jedoch im negativen Sinne. Wer hier erwartet, dass nahezu jeder Track ordentlich kickt und Bassdrum und Kickdrum eine Einheit bilden, die als Stoßtrupp das Trommelfell und und Gesäßmuskulatur gleichermaßen in Schwingungen bringt, muss wohl oder übel weiterklicken. Bei Acid Pauli ist alles mal wieder ein bisschen anders. Sein Remix von Adana Twins track Strange zusammen mit Nu ist einer dieser Nummern, bei denen scheinbar ein riesiger Spannungsbogen hin zum großen Drop gespannt wird. Ein Drama, denn dieser Höhepunkt kommt nicht. Der track selbst ist der Höhepunkt. Auf sich selbst konzentriert raschelt und klimpert es, man soll sich verlieren, drehen und fühlen. Da solche Verben nicht zu uns passen, schnell anhören.

 

 

Terranova – Painkiller EP

You, You, You so wabert es immer wieder durch die Lautsprecher. Blubbernd die Bassline und dazu alles in einer gewissen Aufregung, die das Gefühl zurück lässt, da kommt gleich noch was. Muss aber nicht. Terranova macht das hier ganz geschickt und liegt mit dieser Housescheibe so ziemlich weit oben auf der Welle, die für solchen Sound gerade gesurft wird.

 

 

Kölsch – Goldfisch

Dass wir auf epischen bis hin zu cheesigem HandsUp-Techno stehen ist eine Tatsache, derer wir uns nicht zu schade sind sie zu erwähnen. Eine feste Nummer für diese hymnenartigen Nummern ist Kölsch. Waren wir bei seinem Track Loreley noch skeptisch, was wir damit anfangen sollen, so hat uns der Däne Rune Reilly alias Kölsch nun zu strahlenden Sympathisanten gemacht.

Orgeln, trockene Bassline und Synthie – mehr scheint es nicht zu brauchen. Zugegeben, für Puristen ist das quasi die Ausgeburt der kommerziellen Hölle. Wir gehen da aber irdisch an die Sache ran und heben die Arme.

Alfred Heinrichs, Carlo Ruetz – Sir Sinus

Es git so Basslines, da kitzeln sogar dir kleinen Häärchen auf den Ohren und das egal in welcher Lautstärke. Gut, bei dem Tracktitel könnte man sich das schon denken. Aber hier wurde von Alfred Heinrichs und Carlo Ruetz wohl mit ganz besonderer Hingabe in den Tiefen des Hör- und Fühlbaren geforscht. Danach kommt nur noch braunes Rauschen.

Friend Within – The Relate

hatten wir den schon? Wenn ja, ist das auch egal. Für uns ist diese groovige Nummervon Friend Within gerade fest in den persönlichen Top10. Stark!

Super Flu – Schneeblee

Viele meinen ja, Super Flu nicht ernst nehmen zu müssen. Überhaupt diese ganze Monaberry Truppe. Wir schliessen uns da an und fahren gut damit. So entgehen wir gekonnt den Diskussionen mit den selbsternannten Deepness-Realness-Wächtern, die – zu Recht – all dieses feel-good Tech-House Zeug, was so in die Musikkanäle geschmissen wird, verteufeln. Nichtsdestotrotz feiern wir dann diese netten repetetiven Samplenummern ab. Sonnig Jungs, sehr sonnig.

SOTD: TJ Kong & Eric de Man – Luid

TJ Kong hat eine echt schmucke Website, soviel muss gesagt sein. Ist zwar nicht viel Inhalt drin, aber das Auge hört ja auch mit. Und da der Herr Kong ein Niederländer ist, erwartet man ja eher die härtere Schiene auf seiner Luid & Duidelijk EP. Diesen Job hat aber Kollege Mark Broom übernommen und TJ hat sich voll auf seine verzwirbelten Hörnersounds in Fluid konzentriert. Diese Synthiesounds (oder was auch immer da hergehalten hat) legen sich bei uns dermaßen tief in den Gehörgang, dass wir uns gar nicht vorstellen wollen, ob das im Club dann nicht schon weh tut. Auf unserer Zweimarkfuffzich Anlage drückt die Nummer aber ganz wunderbar.

TJ Kong & Eric de Man – Luid (Mark Broom Remix)

SOTD: Coma – My Orbit (Clouds Remix)

Wir haben an der Bass-Line einen Narren gefressen. Für seinen “My Orbit” Remix muss Clouds wohl tief in seinen Keller hinabgestiegen sein, die verstaubte Kiste in der hintersten Ecke hervorgerückt haben und alle Schlösser, welche die grummelnde Kiste vor dem Aufspringen bewahrten, geöffnet haben und hat den Inhalt schnurstracks in seinen Remix gepresst. Womöglich hat er nicht mal das Licht angemacht. Nur so können wir uns erklären, wie aus dem spährischen und teilweise leichtfüßigem Original von Coma mit seiner stringenten Stakkato-Linie ein fieses Monster wurde. Ein Remix nach unserem Geschmack, welcher das Original bereichert, welches auf jeden Fall gut ist.

Coma – My Orbit (Original)

Coma – My Orbit (Clouds Remix)

SOTD: !!! – Slyd

!!! möchte man sagen. Next big thing? Keine Ahnung, in Hits aufspüren sind wir eher Bild-Zeitung als progressiver Technoblog. Dafür hängen wir auch zu wenig in den wichtigen Örtlichkeiten (mega-trendige Bars, SpiegelOnline-Forum oder Berghain Kantine) ab. Aber wir maßen uns an, zu wissen, was knallt. Und die Jungs tun das !!!

Übrigens: schön dreckiger, funkiger Sound. Wenn sie auch Zwischentöne können, könnte das Album am 29. April was werden.
Übrigens 2: !!! wird wohl angeblich chk chk chk gesprochen – man lernt ja nie aus

SOTD: Weichhold & Namito – HickHack (SPEICHER 74)

“We need more Cowbell!”, dachten wir kurz. Aber hey, es ist Namito und Rainer Weichhold. Letztere trifft ja mit seinen releases bei uns auf geteiltes Interesse. Aber wahrnehmen tun wir ihn immer. Und Namito? Verdammt, die Volle-Kraft-Voraus-Favela-Rio-Auf-Die-Fresse-Namito-Dampfmaschine in Reinform. Der lässt eben nichts anbrennen. Was die in Köln so können?! Bam!



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