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Marvin Hey & Ferdinand Dreyssig – Chronical EP

Im Kater ist alles ein wenig anders; bunter, verrückter und eben auch musikalischer. Man pflegt dort einen, aus BAR25-Zeiten üernommen Stil, der irgendwo zwischen Zirkus, Freibad und Ferienlager liegt. Kurzum es wird einem leicht gemacht, bei diesem Sound mit zu gehen. Somit war uns diese Truppe immer ein wenig suspekt. Klar, Dirty Döring, Marcus Meinhardt, Sascha Braemer oder Nico Stojan lassen wir nicht links liegen, wenn sie die Decks betreten aber verfolgen tun wir da nun auch nicht jede neue Bretterbude die sich auftut.
Erfrischend wird es dann aber, wenn da einer kommt und mal einfach ein paar Chöre reinhaut und seine Beats verschachtelt. Schlussendlich noch auf seiner ersten EP mit Tempi variiert, dass man sich plötzlich bei den Suol Jungs mit ihren souligen Nummern wähnt nur um dann gradewegs in die volle detroitige Breitseite gehauen zu werden. So machen EPs Spaß. Da ist für jeden was dabei, wie im Zirkus nur ohne nervigen Clown.

Emika – Searching

Tanzdurchdenkiez. Emika machts vor. Im Frühling. Mit Koffer. Ja, wo wurde das nur aufgenommen? Großes Gewinnspiel auf TDDK, wir verlosen Plusgrade und Vogelzwitschern.

SOTD: Motor City Drum Ensemble – Send a Prayer

Das Motor City Drum Ensemble, unter Kennern auch MCDE und für uns: der verrückte Typ mit den freshen Sounds (naja fast) und für Freunde Danilo Plessow (für uns nicht), hat mal wieder geliefert. Schwurbel-House (das ist nun wieder von uns) mit tiefer Fleischeinlage, dass das Testosteron in dem Track auch von den Vocals nicht weniger wird und einen in jedem Zustand über die Tanzfläche schiebt. Detroit lässt grüßen. Der Einfachheit halber wäre die EP Send A Prayer wohl mit Brett am besten beschrieben.

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@DJsComplaining – Twitter Whining

How To Get DJ Gigs In Unlikely Places

The DJ Jesus Pose: A Joke, Or A Secret Weapon?

“Letztens erzählte mir der Veranstalter auf einem Festival in Kroatien, dass ein DJ danach verlangte, mit einem Mercedes abgeholt zu werden. Das Problem war nur, dass es in dem kleinen Nest gar keinen Mercedes gab. Zum Glück sind die Leute in meinem Umfeld anders. Ziemlich das Gegenteil der Swedish House Mafia.”

Londons new Venue – Oval Space

 

Damu – If You’ve Got Nothing To Hide

Nach einem anstrengenden Jahreswechsel meldet sich auch der LazyB wieder bei den Kieztänzern zurück. Mit einem 7 Minuten Bassbrett beträchtlicher Stärke, versteht sich. Bereits letztes Jahr haben wir auf den Producer aus Manchester verwiesen, als er uns mit Trim aus London ein poetisches Stück Niedrigfrequentes aus seinem Portfolio anreichte. Pünktlich zu Weihnachten nun eine EP, die wesentlich technoider als seine vorhergehenden Releases daherkommt und ganz klar schummrige Tanzflächen im Auge hat. Treibt ordentlich und auch wenn manche den Purismus dieser Arbeit bemängeln, freuen wir uns über konsequent umgesetzten Facettenreichtum.
Bevor wir nun vollends ins Jahr 2013 abdriften und keine avantgardistische Nähe zum Releasetermin wahren können also noch schnell die Empfehlung zu den letzten Flocken.

SOTD: M.in – Underrated Priviledge (Will Monotone’s Beat Driven Mix)

Endlich kommt man in den Genuss der Underrated Priviledge von M.in. Wir feiern dieses verschwurbelte Saxophon schon sehr und finden den Aufbau des Remixes gar nicht mal so schlecht. Da wird halt ein langer Spannungsbogen bis zum Grande Finale aufgebaut. Für die DJs unter Euch sicher interessant.

SOTD: Stimming – November Morning (Brandenburgisches Staatsorchester Version)

Heute mal ein etwas anderer Song of the Day. Martin Stimming, aka Stimming vom Label Diynamic wurde angesprochen, ob man aus seinem track November Morning nicht mal eben eine Orchesterversion machen könnte. Das wurde dann auch mir nichts dir nichts umgesetzt. Wer da die Fäden gezogen, die Partitur geschrieben und das Orchester bezahlt hat, bleibt leider unklar. Dafür aber darf man Zeuge eines interessanten Novums werden. Nämlich die Adaption eines Technosongs von einem klassischen Orchester. Das Samples klassischer Stücke gerne in Technotracks verbraten werden, ist allgemein bekannt. Anders herum jedoch ist es eine Herausforderung.

Das Original

Glass Animals – Cocoa Hooves

Wer mag Alt-J – die mit dem Apple Dreieck – wer mag Cloud Boat, wer mag in Teilen The XX, wer mag Bass und filigranen Gesang?! Wir mögen das. Seit der DebutEP von Cloud Boat “Lions on the Beach” ist uns kaum eine andere ähnlich hochwertige Niederhertzträumerei untergekommen. Und wer jetzt “POP” schreien möchte, soll das tun, unser Zwerchfell verneigt sich bei Minus16dB vor der Progressionskunst dieser Aufnahme.
Fühlen findet nicht nur im Kopf statt.

EastLondon MC Trim

Schon länger bekannt und dennoch wollen wir uns es nicht nehmen lassen, auf einen Londoner MC hinzuweisen, der sowohl unglaublich produktiv als auch sehr abwechslungsreich ist. Bereits seit 2004 ist der nunmehr 28-jährige EastLondoner aktiv und hat ein veritables Portfolio vorzuweisen, im speziellen seine Einzelanfertigungen ab 2007 seien dem geneigten Hörer ans Herz gelegt. Richtig reich ist der Gute zwar noch nicht geworden, dennoch sprechen seine Sekundärcredibility, nachzuweisen an seinen Kollaborationen, und seine Experimentierlust eine unmissverständliche Sprache: Hier wird geliefert.

Zwei Beispiele, poetisch:

und kräftig:

Andrea – Work the middle (Real Remix)

Es gibt Abende, da kann man so einen schmuhwen Tune ganz gut vertragen. Für bestimmte Stunden.



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