Fausto Messina – Boungaville EP (DIYC041)

“Kennste diesen Song mit der Clarinette, Bongo, Zitter, Ukulele, (Instrument der Wahl bitte einsetzen) …  Na den, den der DJ XYZ immer spielt! Kennt ihr sicher, oder?

Ja wir auch. Die Ethnowelle will und will nicht aufhören. Wenn man sich dem jedoch total verweigert, geht einem aber auch schonmal das eine oder andere Fundstück durch die Lappen. Wie zum Beispiel die Boungaville EP aus dem Hause Diynamic. Da hat man es leider nicht noch nicht geschafft sein Website auf den neuesten Stand zu bringen. Drum übernehmen wir das mal, zumindest was No. 41 im Katalog angeht.

Fausto Messina war uns bis jetzt eher unbekannt, im südlicheren Europa scheint der Italiener jedoch eine größere Nummer zu sein. Schöne Blumen hat er schonmal auf seiner Website. Also rein in die Vollen.

Der erste Track Amor Lleno De Esperanza ist dann auch gleich eine gute Portion House. Mit einem verschurbeltem Sample das uns doch recht stark an den Klassiker von Eddie Amador erinnert. Amor Lleno poltert gut geht schlechte Laune an und spielt recht frech mit seinen verschachtelten Claps und Snares. Dazu, so will es das einmaleins der House Musik, noch ein paar gestreute Vocalteile und fertig ist er der erste Track. Da geht noch was.

Das da was geht zeigt Tomelas Frias mit den oben angesprochenen Klarinettensamples. Vom Rhythmusmuster ganz klar Diynamic Sound. Groovende, schwingende Beats verabreden sich mit White Noise und dem netten Blasinstrument zum Springen auf der Wiese. Um das Ensemble noch ein wenig trippiger zu gestalten gesellen sich noch ein paar Peaks und Synthieelemente dazu. So wirds nicht langweilig und wir können die Platte laufen lassen. Bis zu Boungaville dem retadierenden Moment der EP. “Tempo raus aber die Panflöte lassen wir mal drin Luigi”, so oder so ähnlich muss das im Studio abgegangen sein. Verspulter wirds und tiefer. Verschachtelte Percussions umspringen die Bassline und sorgen für diesen nach Techno klingende Atmosphäre die sich dann aber doch nur als Tech-House entpuppt. Man kennt das, denn spätestens wenn die Panflöte wieder einsetzt ist der Konsument wieder wach oder bereits im Koma.

Als kleiner Bonus ist von Tomelas Frias noch eine “swing version” dabei. Im Grunde ist das Ethnohouse pur. Mit anderen Worten die Strassenmusikantenbande trifft sich und jammt (bruchstückenhaft versteht sich). Swing ist das nicht und der einzige der swingt ist der DJ beim Gedanken an den nächsten Song.

[rating: 7/10]

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